builderall

Die Microbe ist nichts, das Milieu ist alles


Das wusste schon Louis Pasteur, der seine eigenen Thesen am Totenbett wieder korrigiert hatte. Leider wurde diese Korrektur ignoriert, sodass sich der Mythos von den ?bösen Bakterien? bis heute in den Köpfen und Lehrbüchern von Experten und Menschen halten konnte.



Die Wahrheit erkennen wir wie immer dann, wenn wir die Natur genauer beobachten.


Jeder, der Pflanzen liebt, weiß, dass diese nicht nur Wasser, Licht und Nährstoffe benötigen, sondern vor allem ein gutes und gesundes Bodenmilieu. Dann werden sie prächtig gedeihen, wertvolle Vitalstoffe bilden und wunderbar schmecken.


Unser Darm funktioniert ähnlich wie das Wurzelsystem einer Pflanze. Seine Wurzeln ragen nur nicht in Erdreich, sondern in das sogenannten Darmlumen, also dorthin, wo der Speisebrei vorbeizieht.

Die Bakterien, welche in der Natur im Boden leben und die Energien des Sonnenlichtes über den Weg der Pflanze ?heruntertranfsormieren?, um uns diese durch die gebildeten Vitalstoffe verfügbar zu machen, sind nur in gesundem Boden verfügbar ? mit vielen anderen Bodenlebewesen, wie Regenwürmern, Pilzen usw. ?


In unserem Darm wohnen sie in der Darmschleimhaut ? der gesunde Mensch besitzt etwa 3 Kilogramm davon. Was ist dort ihre Aufgabe:


1.     Barrierefunktion gegen Erreger und schädliche Substanzen

2.     Zerlegung unverdaulicher Kohlenhydrate

3.     Bildung von Vitamin K2

4.     Bildung von Vitamin B12

5.     Bildung von Enzymen und roten Blutkörperchen

6.     Immunsystem aufbauen (70% befinden sich im Darm)


Wie schafft man nun ein gesundes Bakterienmilieu?


Würde unser Ernährungsinstinkt noch so funktionieren wie bei frei lebenden Tieren, wüssten, wir, was gut ist für uns. Leider ist uns dieser Instinkt im Laufe der Zeit durch die industrielle Verarbeitung und diverse häusliche Veränderung natürlicher Lebensmittel zum Großteil abhanden gekommen. Wir verlassen uns auf die Ratschläge von Ärzten, Beratern und sogenannten Experten, wenn es um unsere tägliche Ernährung geht ? und das manchmal mit fatalen Folgen.



Wollen wir unseren ?inneren Ernährungsberater? wieder aktivieren, müssen wir unser Darmmilieu sanieren. Doch wo fangen wir damit an?

Ich würde sagen, am besten mit der Frage:

Was brauchen gesunderhaltende Darmbakterien, um sich in unserem Darm wohlzufühlen, sich dort anzusiedeln, zu vermehren und ihre segensreiche Arbeit für uns zu tun?


1.     Die Verdauung beginnt im Mund: die legendäre Empfehlung, gut zu kauen und einzuspeicheln bedeutet viel mehr als sie mechanisch zu zerkleinern und gleitfähig zu machen. Durch den Faktor Zeit, den die Nahrung im Mund verbleiben darf, kommen die Geschmacksknospen auf ihre Rechnung, die Speichelenzyme spalten langkettige Kohlenhydrate in Zweifachzucker auf und ? das wird meist vergessen ? durch den Geschmack und Geruch, aber auch durch die chemische Zusammensetzung der Nahrung werden Signale an das Gehirn gesendet, welche Verdauungssäfte für genau diese Art der Nahrung nötig sind. Diese Signale werden dann an die entsprechenden Organe weitergegeben und diese empfangen den feinen, aufbereiteten Speisebrei freudig mit ihren Enzymen und Säften. Ein positiver Nebeneffekt guten Kauens und Einspeichelns ist auch die Reaktivierung unseres angeborenen Sättigungsreflexes, welcher nicht dann einsetzt, wenn der Teller leer ist, sondern wenn die gegessene Menge derjenigen der gebildeten Verdauungssäfte entspricht. Jeder Bissen mehr bringt Ungleichgewicht, und wer achtsam isst, spürt auch ganz genau, wann der Geschmack einer Speise ?umschlägt?. Der Rat, dann mit Essen aufzuhören, wenn es am besten schmeckt, hat hier seinen tieferen Sinn.


2.     Hochkonzentrierte Nahrungsmittel, wie Fabrikzucker, Mehle, Eiweiße, Öle und Fette, Rezeptur-Zusammenstellungen, wie sie in der Natur gar nicht vorkommen, verändern unser Geschmackempfinden genauso wie unsere Kochmethoden und Würz-Gewohnheiten. Vom Essverhalten oder Streß will ich hier noch gar nicht reden...

Hierdurch wird der Instinkt fehlgeleitet und wir essen weitaus mehr, als uns gut tut, und was unsere Verdauungsorgane einschließlich Bauchspeicheldrüse und Leber langfristig bewältigen können. Solche Nahrung wird nicht mehr richtig verdaut, sondern oft durch Fäulnis und Gärung zersetzt ? und das zieht Bakterien an, welche wir gar nicht wollen.

Der Rat, "auf seinen Bauch zu hören, was er essen möchte", kann nach hinten losgehen, wenn im Bauch zu viel "negative" Bakterien sind und dann nach dem verlangen, was IHNEN schmeckt, nicht dam dem, was DIR gut tut!



3.     Gesunde Bakterien benötigen aber  ein anderes Milieu, welches verursacht wird durch die Vitalstoffe, Vitamine, Enzyme und sekundären Pflanzenstoffe, die sie verarbeiten, um uns wiederum gesund zu halten.

Bevor wir also alle möglichen anderen Lösungen suchen oder von einer Ernährungsempfehlung in die andere stolpern, können wir die ersten Schritte für ein gesundes Bakteriengleichgewicht und damit ein energiereiches Leben selbst setzen, indem wir:


1.     Kaujogging betreiben, bewusst, dankbar und achtsam unsere Nahrung zu uns nehmen, gut kauen, einspeicheln und genießen. Sobald wir spüren, wenn es uns nicht mehr ganz so gut schmeckt wie zu Beginn, mit dem Essen aufhören.


2.     Bei der Auswahl der Lebensmittel darauf achten, möglichst naturbelassene Zutaten zu verwenden, einfache Speisen zuzubereiten und nicht zu überwürzen.


Darm und Lunge stehen miteinander in intensiver Verbindung. Auch in der Lunge befinden sich wichtige Bakterien, die in der Lage sind, den Stickstoff aus der Luft zu binden Mittlerweile weiß man, dass der gesunde Organismus diesen verwenden kann, um im Darm essentielle Aminosäuren herzustellen.



Weitere Maßnahmen können sein:


Nahrung mit viel "guten" Bakterien aufzunehmen: Fermentiertes Gemüse, Kimchi, frisches Obst, Gemüse und Kräuter - wenn aus eigenem Garten und sauber, auch ungewaschen

Yoghurts - bevorzugt pflanzliche, Bakteriendrinks - EM-basiert, Kefir, Kombucha, Rejuvelac aus Quinoa oder anderen Zutaten (http://www.bleibfrohundgesund.com/quinoasprossen-topfen-rejuvelac/...)

Fermentierte Nuß- oder Samenzubereitungen (ich liebe hier in Paraguay z.B. Fermentierte Maccadamianuss-Sahne, aus der ich Käse, Sahne etc. zubereiten kann.

Spezielle Nahrungsergänzungen mit Bakterienkulturen usw.


Entspannende Maßnahmen sind immer gut. Stress bringt im Körper wirklich alles durcheinander, das ist nicht zu unterschätzen!




Und wer sich fragt, wie es möglich ist, dass ein gesunder Körper 5x mehr Energie abstrahlt als er in Form von Kalorien aufnimmt oder sich Menschen vom Licht alleine ernähren können, findet vielleicht die Antwort darin, dass wir in unserem Körper einen dem Chlorophyll verwandten Stoff besitzen, nämlich den roten Blutfarbstoff Hämoglobin?.

Doch dazu mehr an anderer Stelle....